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Die Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen e. V. wurde am 11.11.1960 im Zunftlokal „Zweifel“ in Bitzenhofen gegründet und ist seit 20.10.1977 Mitglied des Alemannischen Narrenringes.

 


Die Gehrenbergeule

Als erstes Zunftkostüm wurde im Gründungsjahr die „Gehrenbergeule“ geschaffen. Nach der Überlieferung bestand im 14. Jahrhundert auf der heutigen Gemarkung Burgstall oberhalb von Bitzenhofen bei Oberteuringen ein Rittersitz mit großen Stallungen, auf dem es geradezu von Eulen gewimmelt haben soll. Von der Burg und den dazugehörenden Gebäuden ist heute nichts mehr zu sehen. Nur die Flurnamen erinnern noch an deren Existenz. Daher wurde gleichzeitig mit der Gründung die Eulenmaske geschaffen. Das Eulenkostüm besteht aus vielen hundert Filzplätzchen in den Farben hellbeige, mittelbraun und dunkelbraun, die alle von Hand ausgestanzt werden. Unsere Zunftschneiderinnen nähen sie reihenweise farblich abgestuft auf einen beigen Grundstoff. Die Gesichtsmaske besteht aus hellbeigem Teddystoff, die unsichtbar am Kinn eine Atemöffnung hat. Farblich zum Kostüm passend werden dunkelbraune Handschuhe, Strümpfe und Schuhe getragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umzug Rorschach/CH am 27.01.2008

 


Der Teuringer Rambour

Im Jahre 1978 wurde dann als zweite Laufmaske der  „Teuringer Rambour“ geschaffen. Hierbei handelt es sich um eine Apfelsorte, die einst Stolz unserer Gemeinde war. Ein Händler brachte sie um die Jahrhundertwende in das Teuringer Tal, das ihm dann seinen Namen gab. Weil der „Teuringer Rambour“ so begehrenswert war, breitete er sich innerhalb kurzer Zeit riesig aus und nahm in den dreißiger Jahren 70 % des Teuringer Obstbaues in Anspruch. Der Apfel war so beliebt, dass er um die halbe Welt exportiert wurde. Anno 1951 errang einer unserer Bauern den  1. Staatspreis mit dieser Obstsorte. Von neuen Apfelsorten verdrängt, ist kaum noch ein Baum mit „Teuringer Rambouren“ zu finden. Um ihn aber dennoch nicht aus dem Gedächtnis zu verlieren, wurde im Jahre 1978 ein Narrenhäs mit dem Namen „Teuringer Rambour“ erstellt. Bluse und Hose sind aus hellem Gminder Leinen, das von Hand von Zunftmitgliedern bemalt wird. Es zeigt Apfelblüten auf den Ärmeln und auf Vorder- und Rückenpartie Apfelzweige mit erntereifen Äpfeln. Das Kopftuch besteht aus grünem Gminder Leinen mit Filzblättern bestickt. Zur Grundausstattung gehören ein brauner Weidenkorb, ein brauner Makrameégürtel, braune Handschuhe und Schuhe. Als Narrengeschell sind 7 kupferfarbene Glocken am Gürtel angebracht.

 

Umzug Rorschach/CH am 27.01.2008

 


Die Epfelbroggere

Nachdem am 11.11.1960 im Gasthaus "Zweifel" die Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen e. V. gegründet wurde, wurden zunächst die Gehrenbergeulen als erstes Zunfthäs geschaffen. Bereits im Jahre 1962 entschied man sich jedoch, ein weiteres Häs ins Leben zu rufen: das Burgstallweible. Die Burgstallweiblen sollten für die nächsten zehn Jahre zum Bild der Teuringer Dorffasnet gehören. Leider wurde die Zeit des Burgstallweibles Anfang der siebziger Jahre für beendet erklärt. Die Vorstandschaft der Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen e. V. hat sich im Jahre 2005 dazu entschlossen, dem Burgstallweible wieder Leben einzuhauchen und damit ab dem Jahr 2006 eine dritte Maskengruppe innerhalb der Zunft zu gründen. Da der Brauchtumsausschuss des Alemannischen Narrenringes beim Burgstallweible jedoch keinen geschichtlichen Hintergrund feststellen konnte, musste der Name geändert werden, um eine Sprungerlaubnis zu erhalten. Aus diesem Grunde wurde das neue Häs als "Bitzenhofer Epfelbroggere" benannt. Die Häsbeschreibung lautet hierzu wie folgt: Anfang des letzten Jahrhunderts wohnte am Rande von Bitzenhofen ein freundliches Weible. Sie hatte einen großen Garten und versorgte sich selber mit Obst und Gemüse. Doch Äpfelbäume hatte sie leider keine. Nachdem die Bauern im Herbst ihr Obst geerntet hatten und hier und dort noch ein Apfel hing, sah man sie in den Obstanlagen, wo sie sich ihren Wintervorrat besorgte:

"D´ Epfelbroggere isch unterwägs!“

Ihr freundliches Gesicht war von einer naturfarbenen Haarpracht umgeben. Sie trug eine orange-rote Bluse mit einem dunkelgrünen Halstuch, die mit einem dunkelbraunen Ledergürtel gehalten wurde. Über dem orange-, grün- und rotkarierten Rock trug sie eine dunkelgrüne Schürze, in der man gut die Äpfel tragen konnte. Manchmal hatte sie auch einen kleinen Weidenkorb dabei. Die Strümpfe die sie trug waren dunkelgrün und selbstgestrickt. Ihre Handschuhe waren braun, ebenso ihre Schnürstiefel.

 

Umzug Rorschach/CH am 27.01.2008

 


Die Vorstandschaft mit Komiteé

Die Narrenzunft Bitzenhofen-Oberteuringen wird von insgesamt 13 Mitgliedern geleitet. Während der Fasnetszeit treten diese mit dem sogenannten "Landsknechtshäs" in Erscheinung. Dies soll noble Bauern während des Mittelalters symbolisieren, welche in dieser Zeit in unserer Gegend ansässig waren. Wer derzeit die Vorstandschaft und das Komiteé bekleidet, ist unter dem Link "Vorstandschaft" nachzulesen.

 

Generalversammlung am 06.01.2016 im Restaurant Obstgarten

 


Die Prinzengarde

Bereits seit Gründung der Zunft ist die Narrenzunft Bitzenhofen stolzer Besitzer einer Prinzengarde, die alljährlich bei den Fasnetveranstaltungen ihr tänzerisches Können unter Beweis stellt.

Narrenbaumsetzen in Bitzenhofen am 23.01.2016

 


Der Büttel

Seit der Fasnet 2004 begleitet uns Daniel Amann als Büttel. Er hat beim Zunftball am 21.02.2004 sein Amt offiziell von Lothar Dorner übernommen, der nach 25 Jahren Bütteldasein in den "Ruhestand" ging.

 

Narrenbaumsetzen in Bitzenhofen am 19.01.2008

 


Die Männergarde

Seit 1997 formiert sich aus unserer Narrenzunft in unregelmäßigen Abständen eine Gruppe von Männern, um bei Gelegenheit an Umzügen als Männergarde mitzulaufen.

 

Umzug in Ravensburg 2015

 


Lumpenkapelle Taldorf

Seit 1989 begleitet uns die Lumpenkapelle Taldorf auf unseren Umzügen. Sie sorgt für die musikalische Unterhaltung, so dass unsere gemeinsame Präsenz stets ein Highlight der jeweiligen Veranstaltung darstellt. Wir sind stolz, mit der besten Lumpenkapelle der Welt alljährlich zur Fasnet auf Tour zu gehen und werden diese Freundschaft stets intensiv pflegen.

 

Umzug Tettnang 2015


Lumpenkapelle Taldorf 1932

Seit langem verbindet uns auch mit der älteren Generation der Lumpenkapelle Taldorf, die "´32er", ebenfalls eine innige Freundschaft. Egal ob Fasnetseröffnung, Narrenbaumsetzen oder bei sonstigen Anlässen. Stets sind sie gerne bei uns und sorgen für Stimmung.

 

Umzug Rorschach/CH am 27.01.2008